Umbau C.H.A.O.S.

Meine Schreibtische nehmen etwa zwei Drittel des kompletten Zimmers in Anspruch, das sind etwa 5 Quadratmeter.

vorher

altes Setup

Darauf stehen mehrere Bildschirme, meine Studiomonitore, mein Mischpult und jede Menge anderes Zeug. Und irgendwo muss ich auch noch Platz haben um für die Uni zu arbeiten.

Der größte Teil des Umbaus bestand darin zwei neue 4HE Racks für meine Audiotechnik und verschiedenes Computerzeug unterzubringen. Außerdem war das Ziel meine Monitore endlich in einem ordentlichen akkustischen Dreieck aufzustellen und meine Linux Workstation besser in das übrige Setup zu integrieren.

Die beiden Racks für die Technik sollten auf den Tisch wandern: bisher hat ein Großteil der Audiotechnik ihr Dasein unter dem Tisch in einem Tourrack verbracht. Um einen Regler zu bedienen musste man jedesmal unter den Tisch greifen. Auf Dauer umständlich und man sieht nicht gescheit was man eigentlich einstellt. Letzteres ist zwar oft nicht so wichtig da man die Änderungen hört, aber man muss auch erstmal den richtigen Regler finden.

Da die Racks auf dem Tisch stehen sollen müssen sie auch optisch einigermaßen aussehen. Entsprechende Racks für den Studiobetrieb gibt es fertig zu kaufen, diese sind jedoch recht teuer und kommen meist in Farben wie Buche, Schwarz oder Weiß daher. Mein Schreibtisch ist jedoch grau. Kurzerhand habe ich entschieden die beiden Racks selbst zu bauen.

Die beiden Racks sind baugleich und bieten eine Einbautiefe von 29 cm auf einer Höhe von 4HE mit der Standardbreite von 19″. Das Rack besteht auseiner Grundplatte (Deckel und Top) von 54cm x 32cm. Die Seitenteile haben die Maße 32cm x 18.5cm. Als Material habe ich 10mm starkes Fichtensperrholz verwendet.

selbstbau_rack_4heIch habe meinen Racks zusätzlich eine Rückwand aus 3mm dickem Pappelsperrholz spendiert. Diese hat unten eine Öffnung um Kabel hinten bequem aus dem Rack herauszuführen. Wenn man es bevorzugt an alle Anschlüsse der Geräte gut dranzukommen kann man diselbstbau_rack_4he_backe Rückwand natürlich auch weglassen.

Mit einer Breite von 54cm ist die Grundfläche größer als nötig um 19″ Geräte zu beheimaten. Ich habe diese Größe deshalb ausgewählt, da so noch jeweils ein Monitor und ein Bildschirm auf dem Rack Platz findet.
Die einzelnen Komponenten sind miteinander verleimt. So sparrt man sich hässliche Schrauben in den Außenwänden. Nur die Rackschienen sind mit den Seitenwänden von innen verschraubt. Das Rack ist durch das relativ dünne Holz und die reine Verleimung nicht dafür geeignet sehr schwere Komponenten wie Endstufen zu beheimaten. Aber dafür ist es ja auch nicht gedacht.

Am Ende habe ich das Rack noch in selbstbau_rack_4he_lackeinem Grauton lackiert, der meinem Tisch am nächsten kam. Zwei Schichten Lack reichen aus um gut zu decken und man sieht trotzdem noch die Maserung des verwendeten Holz.

 

 

Auf meinem Schreibtisch beheimatenhome_office_rack_left das linke Rack jetzt mein Audiointerface, das auch als zentraler Anschlusspunkt für alle fest installieren Komponenten fungiert. Früher habe ich dazu mein Mischpult verwendet, aber da ich dieses öfters auf Tour mitnehme kann ich mir jetzt sparen jedes mal einen Haufen Stecker neu zu stecken. Zwei ADAT Kabel und fertig bin ich. Außerdem steht in dem Rack auch noch ein Kopfhörerverstärker und ein Anschlussfeld, das noch bestückt werden will.
Rack Nummer zwei beheimatet die Tastatur meiner Linux Workstation sowie Funkempfänger für meine Maus und ebenfalls ein Anschlussfeld für Netzwerk, USB und FireWire. Dazu kommt demnächst noch ein Port für Wechselfestplatten.

neues Setup

neues Setup

Alles in allem steigert der Umbau den Komfort für den Benutzer und schafft Platz für die Füße unter dem Schreibtisch. Die Kosten für beide Racks (Holz, Rackschieben, Lack) lagen bei 38€. Zum Vergleich, ein einfaches Studiorack im Einzelhandel kostet etwa 100€.